COME TO THE K-SIDE OF LIFE

… das war schon immer mein Motto…

WESHALB ICH HÄKLE…

…ich war im Jahr 2012 längere Zeit in Afrika – genauer gesagt in Mocambique – unterwegs und habe dort so viele tolle Eindrücke mitgenommen, v.a. die Farben haben mich in diesen riesigen Land so fasziniert.

wie es so ist, als Tourist, man bringt sich ein paar Souvenirs mit. In meinem Fall war es ein Wachstuch, was mir Joao gemalt hatte.

Kaum wieder in Deutschland angekommen, brachte der hiesige triste November die Farben nicht mehr zum Leuchten, das musste ich ändern….

In meinem Wohnzimmer fristete in der Ecke eine IKEA-Stehlampe ihr elendiges Dasein und ich dachte mir “oh man, die hat ihre besten Tage auch schon hinter sich”, dann fiel mir das Wachstuch wieder ein und das Projekt “Pimp-my-Stehlampe” war geboren.

Aus dem Tuch machte ich den Lampenschirm und voller Erwartung knipste ich diesen an – wow, da war es wieder, das Leuchten aus Mocambique! Mein Blick wanderte an der Lampe herunter und ich sah den Metallfuß, der überhaupt nicht mehr zum African-Style des Schirms passte.Was konnte ich tun? Ich blätterte unzählige Wohnmagazine durch und alle sprachen vom „Neuen Wohntrend mit Wolle“… also kam mir die Idee…

Ich häkle mir nen Lampenfuß!

Ich ging in ein Wollgeschäft und fing an zu stöbern. Da gab es ja Wolle für jeden und alles, was nimmt man da und wie viel? Ich war lost irgendwo zwischen Alpaka-Mohair, Babywolle-Kuschelweich und Merino-Filz.Irgendwann habe ich mich dann für die Wolle mit dem coolsten Namen und den schönsten Farben entschieden und samt Häkelnadel ging‘s nach Hause.

Au weh, die ersten Maschen waren eine Katastrophe, in der Häkel-Anleitung im Internet sah die Sache mit den Stäbchen doch ganz einfach aus…?!?

Nach ein paar Stunden flutschte es plötzlich und es machte sogar Spaß, ich konnte häkeln und das Wachstuch von Joao bekam einen würdigen Lampenfuß!

Ich liebe den Winter, v.a. wenn ich Zeit habe zum Shredden in die Berge zu fahren, wenn ich dann den Powder unter meinen Latten habe und ich meine Lines in die unberührte Natur ziehen kann, bin ich der glücklichste Mensch auf der Welt. Im Dezember 2012 war es auch soweit.

Nachdem wir den ganzen Tag im Backcountry verbracht hatten, stellten wir die Latten in die Ecke, ich nahm meinen Helm ab, um ein Bierchen zu trinken, aber da sah ich mein Spiegelbild in der Goggle.- ahhhh Bad-Hair-Day-Alarm – wo ist meine Mütze??? Mist, keine da!

Im nächsten Moment dachte ich ganz automatisch, wo ist meine Häkelnadel???

Als ich nach Hause kam, stand der Plan: ich häkle mir meine eigene Beanie! Geil war, daß ich sogar die Wolle fand, die farblich top zu meiner Kombo passte – ja, ich bin ein Mädchen!

Mit der Häkelnadel in der Hand, machte ich mich an mein Projekt, ich sag‘s euch, die ersten Exemplare hätte ich noch nicht mal meinem ärgsten Feind übergezogen…Von Modell Kartoffelsack, bis Eierwärmer war alles dabei! Das konnte ich nicht auf mir sitzen lassen, ich häkelte mir die Finger wund, bis ich was geschaffen hatte, was  tatsächlich meinem Schädel aufwertete.

Als ich mein Werk das erste Mal am Berg überzog, schauten mich alle an und als ich dann auch noch sagte:” tja, da staunt ihr was? – die hab ich selbstgemacht!”, wollten plötzlich alle auch so eine coole Mütze. Man ist ja nett und sagt nicht nein, also hatte ich einen riesigen Berg Bestellungen und häkelte jeden Abend Mütze für Mütze. Alle haben ihre Beanie bekommen und tragen sie seitdem mit Stolz. Und weil ich sah, daß meine coolen Styles so viele glücklich machen, sollt ihr auch was davon haben!

GENUG GEPLAUDERT, ICH MUSS HÄKELN – HOFFENTLICH BALD FÜR EUCH!Button_shop